

Wie zeigen sich die Großen, die Brand-Leader, Big-Player, Imperien und Weltmächte und vor allen Dingen welche Zeichen verwenden sie? Ein Workshop an der FH Pforzheim ging diesem Thema nach - die daraus resultierenden Arbeiten sind nun in Buchform erschienen. Als Kommunikationsdesginer sollte man nicht nur wissen, wie man eine Werbekampagne oder eine CI gestaltet, man sollte auch verstehen, wie Macht generiert wird, wie sie sich ausdrückt und welcher visueller Zeichen sie sich bedient.In einem dreitägigen Workshop an der FH Pforzheim gingen sechzehn Studenten dem Thema Macht nun auf den Grund. Unter der Leitung von Lars Harmsen (MAGMA Brand Design) und Professor Michael Throm erörterten sie, welche Bilder, Zeichen, und Logos für sie stehen und wie sich die Großen und Mächtigen präsentieren. Nach der Analyse erarbeiteten die Studenten dann als Fingerübung eigene »Machtzeichen« und gestalteten Dingbats und sogar ganze Fonts. Dabei setzten sich die jungen Gestalter teils kritisch mit Themen wie Natur, Religion, Terror und Besatzung auseinander. Nathalie Birkle entwickelte beispielsweise den Font »Uniform«, der an Playmobilmännchen erinnert und beweist, dass Kleider definitiv Leute machen. Die Arbeit, die jedoch am meisten polarisierte, war der Font »Machtwerk« von Patrick Hubbuch. Er kombinierte die Swastika mit dem Davidstern und erschuf auf der Basis dieses Grundrasters eine sehr technisch anmutende Schrift, deren Brisanz sich allerdings erst durch die Entstehungsgeschichte erschließt. Der Font erscheint im Herbst bei Volcano Type. Alle Arbeiten des Workshops sind jedoch auch in Buchform erhältlich. Der Publikation sind Sticker-Bögen beigefügt, die man für eigene Gestaltungen verwenden kann sowie eine CD mit den Fonts und Dingbats. Das Buch ist in limitierter Auflage erschienen und kann für 35,- Euro über die Hochschule (doreen.kaden@hs-pforzheim.de) bezogen werden.
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