
Und noch ein Magazin, das seit einiger Zeit hier herumliegt und aufs Bloggen wartet und jetzt passt es gerade so schön als Pendant zur Botenstoff
. Die aktuelle, vierte Ausgabe von Slanted widmet sich dem Thema Grid. Mit deutlichem Schwerpunkt auf Schriftgestaltung werden Raster/Pixel- und andere geometrisch konstruierte Schriften vorgestellt, sowie mögliche Anwendungen. Ganz witzig fand ich die ASCII-Bilder, weil wir letztens für einen dann doch unrealisierten Job für die Shakespeare-Gesellschaft mit einigen sehr nettem ASCII-Generatoren herumgespielt haben und ich diese Ästhetik zeitlos nett finde, so oberflächlich und simpel und altbacken sie auch sein mag. Ansonsten bietet die vierte Slanted viel trendiges, eben, weil nu-tech-Design derzeit (neben dem Widerpol Retro) eben trendy ist. Neben den Artikeln, Interviews, Foundry-Vorstellungen undthemenrelevanten Auszügen aus dem Slanted-Blog liefert das Mag wie immer eine Menge Augenfutter, das - wie immer - mal top und mal flop ist, und vor allem zeigt, das es leider recht vereinheitlichende Trends im Design gibt
und immer wieder Leute, die auf Trends pfeifen und jenseits von Gut und böse ihre eigene Sache vorantreiben. Trotz einiger Macken, an denen ich nicht rumnöhlen will, weil ich sonst gezwungen werde, es erst mal besser zu machen, ist die Slanted die BrandEins unter den deutschen Design-Publikationen. Pro Ausgabe themenorientiert, dabei angenehm Lo-Fi, angenehm ehrlich, irgendwie wohlig warm inzestös und selbstgeneriert, informativ und eben doch kurzweilig. Nicht alles, was in der Slanted passiert, zündet (in welchem Mag ist das auch schon so?), aber auf ihre mitunter dröge Art ist sie derzeit unersetzbar und völlig zu Recht preisgekrönt. Also holt euch das Ding auf euer Regal, wenn es dort nicht schon ohnehin steht ...
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