

... Wer also Texte, vor allem natürlich Headlines, in anderen als den Systemschriften darstellen will, beispielsweise in der Hausschrift des Kunden, der muss den Text mühsam in eine Grafik umwandeln und diese in die Website einbetten. Aber Grafiken brauchen nicht nur viel Speicherplatz, ein auf diese Weise dargestellter Text lässt sich nicht in die Zwischenablage kopieren und vor allem nicht von Suchmaschinen indizieren. Bitstream und Microsoft versuchten mit ihren Technologien TrueDoc und Weft (Web embedding fonts tool) eine Möglichkeit zu schaffen, wie sich Webtexte auch in solchen Fonts anzeigen lassen, die nicht im System des Benutzers installiert sind. Beide Technologien konnten sich aber nicht durchsetzen, da anfangs nicht alle Browser die Technik unterstützten. »Wir nutzen gelegentlich das Weft-Tool von Microsoft, zum Beispiel um kyrillische Zeichen einzubinden, oder auch um Nicht-Systemschriften darzustellen« erklärt Marc Steinmetz, Geschäftsführer Interactive Media bei Finest/Magma in Karlsruhe. »Der ursprüngliche TrueType-Font wird in ein anderes Datenformat übersetzt - in diesem Fall .eot - das der Browser interpretieren und somit darstellen kann. Die entsprechende eot-Schrift-Datei muss dazu auf dem Server liegen. Meiner Erfahrung nach haben weder die Netscapes ab Version 6, noch die aktuellen Firefox und nicht einmal Safari Probleme mit dem Auslesen. Wir weisen unsere Kunden trotzdem auf das Restrisiko hin, dass es User geben kann, die keine korrekte Darstellung sehen - das macht den experimentellen Charakter dieser Projekte aus.« ...